Header-Bild ist Eubranchipus grubii © U. Manzke
Über uns Forscher und Anekdoten

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Exkursion in die Elbtalaue bei Rühstädt © Hans Pellmann

Exkursion in die Elbtalaue bei Rühstädt (Brandenburg) am 12. April 2008.

In den letzten 10 Jahren haben sich Interessierte in der Gruppe der „Branchiopodenfreunde” zusammengefunden. Als Informationsmedium dient der „Branchiopodenrundbrief”, der in unregelmäßigen Abständen per E-Mail inzwischen deutschlandweit an mehr als 80 Empfänger versendet wird. Über ihn werden unter anderem Funde mitgeteilt, Exkursionen und Tagungen organisiert. Inzwischen wird die Gründung der "Arbeitsgemeinschaft Urzeitkrebse Deutschlands" vorbereitet.

Das Zentrum der kommunikativen Aktivitäten liegt in Magdeburg, in der Stadt also, in deren Naturkundemuseum der Herpetologe Willy Wolterstorff schon vor über 100 Jahren in Sachen „Urzeitkrebse” aktiv war. Hier fanden zwei Symposien mit dem Titel „Großbranchiopoden in Deutschland” statt. Das erste im Jahr 2007, das zweite 2013. Jedem Symposium widmet sich ein Heft der „Abhandlungen und Berichte für Naturkunde” des Magdeburger Museums für Naturkunde. Große Teile der Inhalte beider Hefte finden Sie hier: Literatur - Tagungsbände.

Ziel unserer Aktivitäten ist der Aufbau eines deutschlandweiten Netzes von Kennern der potentiellen Habitate dieser interessanten Tiere sowie die Etablierung eines „Zentrums für Großbranchiopoden” unter dem Dach des Museums für Naturkunde in Magdeburg. Hier befindet sich auch eine Datenbank, in der schon heute mehr als 1.000 Urzeitkrebsfundorte verzeichnet sind. Zudem besteht die Absicht, in Magdeburg eine umfangreiche Sammlung an Präparaten von Großbranchiopoden anzulegen. Die gab es schon einmal. Sie wurde damals von Willy Wolterstorff zusammengetragen, fiel aber einer Brandstiftung nach dem Ende des 2. Weltkrieges zum Opfer.

Bitte melden Sie uns Funde von Großbranchiopoden über diese Webseite (Funde) und unterstützen Sie uns bei dem Aufbau des Zentrums für Großbranchiopoden an historischer Stelle! Bitte senden Sie Belegmaterial mit Fundortangaben an das Magdeburger Museum für Naturkunde nach Rücksprache mit Hans Pellmann (0391 540 3535 oder Hans.Pellmann (at) museen.magdeburg.de)!

Vielen Dank!

Vortragende beim Symposium in Magdeburg 2013 © M. Daniels

Vortragende des Symposiums vom 27. April 2013 in Magdeburg (v. l.): ...

(von links nach rechts): Hans Pellmann (Magdeburg), Norbert Hauschke (Halle), Johannes M. Martens (Hamburg), Mario Engelmann (Magdeburg), Jan Venzlaff (Eckenroth), Michael Buchwitz (Magdeburg), Christian Schreiber (Marburg), Uwe Manzke (Hannover), Frank Scholze (Freiberg), Reinhard Reißmann (Freiberg), Mario Salisch (Leipzig), Karsten Grabow (Karlsruhe), Andreas Martens (Karlsruhe), Ellen Kiel (Oldenburg).

Nachlese zum Symposium vom 13. und 14. April 2019

Programm des dritten Symposiums © Ag-Urzeitkrebse

Das Programm des dritten Symposiums "Großbranchiopoden in Deutschland" - PDF zum Download.

Am Wochenende vom 13. bis 14. April 2019 fand in Magdeburg das Dritte Symposium "Großbranchiopoden in Deutschland" statt. Fast 40 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet konnten in Kaiser-Otto-Saal des Naturkundemuseums zu dem umfangreichen Vortrags- und Exkursionsprogramm begrüßt werden. Dabei lag der Schwerpunkt des ersten Vortragsblocks auf (ehemaligen) militärischen Übungsgeländen als Lebensräume für Großbranchiopoden und was zur Pflege solcher Lebensräume notwendig ist.

Der zweite Block lieferte eine Übersicht über neue und alte Vorkommen der seltenen Tiere in Deutschland und außerhalb und erlaubte einen Einblick in den derzeitigen Stand des Aufbaus der Großbranchiopoden-Sammlung des Naturkundemuseums Magdeburg.

Ausstellung historischer Bücher über Großbranchiopoden © Ag-Urzeitkrebse

Ausstellung historischer Bücher über Großbranchiopoden.

In der Pause zwischen den Vortragsblöcken genossen die Teilnehmer Kaffee und Gebäck und konnten dabei nicht nur die Poster sondern auch die ausgestellten historischen Bücher, Fossilien und lebenden Vertreter der Notostraca, Anostraca und Conchostraca bewundern. Der Tag klang aus bei einem gemütlichen Zusammensein in einem Magdeburger Elberestaurant mit guten Gesprächen, bei denen es nicht nur um die kleinen Lieblinge ging.

Exkursion auf den Truppenübungsplatz Altmark bei Colbitz: 400 Jahre alter Hutewald © Ag-Urzeitkrebse

Exkursion auf den Truppenübungsplatz Altmark bei Colbitz: 400 Jahre alter Hutewald.

Am folgenden Morgen versammelten sich bei recht kühlfeuchtem Wetter mehr als 25 Interessierte um die drei Verantwortlichen des Bundesforstes zur Exkursion auf den Truppenübungsplatz "Altmark" bei Colbitz. Vor Ort gab es sehr anschauliche Erläuterungen zum Colbitzer Lindenwald und zu den über 400 Jahre alten Hutewald-Eichen, an und in denen verschiedene Entwicklungsstadien von Hirschkäfer, Heldbock und Eremit ihren Lebensraum finden. Und natürlich wurden auch die auf dem Truppenübungsplatz befindlichen Fahrspuren, die Lebensraum von Triops cancriformis und Branchipus schaefferi bieten, besucht und eingehend beprobt.

Exkursion auf den Truppenübungsplatz Altmark bei Colbitz © Ag-Urzeitkrebse

Exkursion auf den Truppenübungsplatz Altmark bei Colbitz: hier Panzerfahrspuren als Habitate für Triops cancriformis und Branchipus schaefferi.

Da die Exkursion planmäßig 14:00 Uhr endete, haben alle Teilnehmer ihre Heimreise pünktlich antreten können und sind - so ist zu hoffen - gesund und wohlbehalten zuhause angekommen. Wir danken allen Besuchern und Teilnehmern des Symposiums, die sich in das z.T. ferne Magdeburg auf den Weg begeben haben und freuen uns schon auf die Zusammenarbeit am nächsten Heft der Magdeburger Museumsreihe, in der die Vorträge und zusätzliche Beiträge zu Thema "Großbranchipoden" erscheinen werden!

 

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